Esther Werner

Heilpraktikerpraxis für Psychotherapie und gesunde Lebensgestaltung

Für sie ist Hochsensitivität ein Thema?

Gerne informiere und begleite ich Sie auch zu diesem spannenden Lebensthema!

Als ich auf das Thema Hochsensitivität - auch bezeichnet als Hochsensibilität, hohe Feinfühligkeit, Vielfühler, ... - aufmerksam wurde, war ich sofort "mitten drin", wusste und spürte, dass ich selbst davon betroffen bin und dies nun auch gerne anderen Menschen nahebringen möchte.

Der Begriff als solches kann anfangs verwirrend oder eventuell auch abstoßend sein. Wer möchte sich schon gern als "Sensibelchen" beschreiben lassen? Leider sind manche Begrifflichkeiten oft schon (negativ) besetzt, nicht selten durch diverse Prägungen oder Erfahrungen. Doch oftmals stecken andere Wahrheiten dahinter. So kann es eine spannende und interessante Horizonterweiterung und auch Hilfe im Umgang mich sich selbst und anderen sein, wenn man sich trotzdem auf den Weg macht...

Es gibt viele Versuche, dieses Ausstattungsmerkmal einleuchtend zu beschreiben. Es lässt sich nicht in zwei bis drei Sätzen auf den Punkt bringen. Nach bisherigen Erkenntnissen sind gut ein Viertel der Menschen betroffen, unabhängig des Geschlechts. Es gibt einige Menschen, die sich diesem Thema schon länger gewidmet haben, wie z.B. Elaine N. Aron und Georg Parlow. Auch gibt es viele weitere fachkundige und selbst betroffene Personen, die damit in die Öffentlichkeit gehen, so dass das Thema immer mehr an Bekanntheitsgrad gewinnt und auch mehr Verständnis erntet.

Eine Beschreibung ist, dass diese Menschen eine sensorische bzw. die Sinne betreffende hohe bis sehr hohe Wahrnehmung und Aufnahme von Einflüssen (von außen) haben. Mehr als manch andere Menschen. Sozusagen eine höhere Empfindlichkeit und Aufnahmemöglichkeit des Nervensystems.

Ich benutze gern die Beschreibung, dass viele Menschen für die Aufnahme von Sinnesreizen als Beispiel 5 Antennen haben, für jeden Sinnesbereich eine: Augen - Sehen, Ohren - Hören, Nase - Riechen, Mund - Schmecken und Haut - Tasten, Fühlen. Hochsensitive Menschen haben pro Sinn mehrere Antennen. Der eine vielleicht 5 Antennen pro Sinn mehr, die andere eventuell 10 pro Sinn mehr. Das heißt, dass viel mehr Informationen aufgenommen und verarbeitet werden (müssen!). Man kann diese Antennen nicht einfach abstellen - möchte man oft auch gar nicht, wenn man darum weiß, da darin auch ein Schatz verborgen ist. Aber es ist oft hilfreich herauszufinden, wie damit ein individueller Umgang gestaltet werden kann, denn im Alltag kann es sich u.U. zeigen, dass betroffene Menschen viel schneller erschöpft sind von den vielen und manchmal auch überfordernden Eindrücken und Erlebnissen. Das Gehirn (durch die Aufnahme der Reize) und somit auch der ganze Mensch müssen all diese Informationen ja auch filtern und verarbeiten. Das kann viel Energie kosten und sich z.B. auch in körperlichen Beschwerden zeigen. Auch brauchen Betroffene eventuell mehr Erholungszeit als nicht hochsensitive Menschen. Das Gefühl des "Nicht-Belastbar-Seins" ist meistens nicht unbekannt und nicht selten haben Betroffene von anderen vielleicht schon gehört: "Stell dich doch nicht so an, ist doch nicht so schlimm / so laut / so intensiv / so viel..."

Gleichzeitig liegt auch ein Schatz in der "höheren, intensiveren" Wahrnehmung (von außen). Diese Eindrücke können eine Bereicherung in zwischenmenschlichen Kontakten und bestimmten Situationen und auch Berufsfeldern sein, wenn man darum weiß und einen stimmigen Umgang damit gefunden hat bzw. immer wieder danach sucht.

Das ist etwas plakativ und unzureichend dargestellt und soll nur einer ersten, groben Darstellung dienen, falls Sie noch keine Vorstellung von diesem Thema haben.

Es kann sein, dass Sie selbst nicht davon betroffen sind, aber von Menschen aus Ihrem Umfeld, evtl. sogar bei eigenen Kindern, davon etwas mitbekommen und sich vielleicht schon gedacht haben, warum er / sie so anders, übersensibel, unruhig, quengelig, zurückgezogen... ist. Dies könnte eine Antwort sein.


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